Sieg für den inneren Schweinehund

Ich nehme heute Abschied von einen treuen Begleiter. Mein Schrittzähler und ich werden getrennte Wege gehen. 2011 also vor nunmehr acht Jahren hat eine Freundin mir das erste Modell geschenkt. Das Ding hat mich Tag und Nacht begleitet, bis es den Weg alles irdischen gegangen ist und durch ein neues Modell ersetzt wurde.

So habe ich acht Jahre lang meinen Schlaf verfolgt, meine Schritte gezählt und was weiß ich was noch alles “getrackt”.

Das war für mich immer mit einem gewissen Grauen verbunden, weil so viele Daten über mich gesammelt wurden. Wenigstens wußte ich, dass es an kleinerer Stelle gesammelt wurde und nicht in einen der riesigen Datenpools gelaufen ist. Jetzt ist das Unternehmen von einem der drei Riesen gekauft worden. Und so sehr es mir zu einer lieben Gewohnheit geworden ist mich noch zu den letzten Schritten anzufeuern um wenigstens meine 10.000 voll zu kriegen, werde ich mich nur von dem Schrittzähler trennen. Keine “gemeinsamen Spaziergänge” mehr mit den Freunden aus anderen Ländern. Kein Nachweis, wie schlecht ich geschlafen habe. Mein Wort muss genügen, meine Selbstdisziplin muss wieder größer werden um mich selbst zu ein wenig Bewegung zu ermuntern.

Ob der innere Schweinehund nun endgültig siegt oder nur einen Zwischensieg erlangt, wird die Zeit zeigen. Das Netzt wird auf jeden Fall mal wieder enger.

Und ja, natürlich st auch dieses Blog aus Datensicht fragwürdig und viele andere Dinge die ich tue auch. Es wird ein ewiges Kosten-Nutzen-Abwägen bleiben, bei dem wir alle nur verlieren können.

Schweinehunderziehung

Irgendwie steht man ja sehr oft im Kampf gegen den inneren Schweinehund. Und ich habe mich schon oft gefragt, warum manche in diesem Kampf so erfolgreich sind und
manche so gar nicht erfolgreich sind.

Bis mir klar geworden ist, dass das alles eine Frage der Erziehung des Schweinehunds ist.

Stubenrein wird ihn noch fast jeder bekommen, den kleinen Scheißer, aber die hohe Kunst der Schweinehunderziehung beherrschen nur wenige. Eine sehr gute Freundin ist Meisterin der Schweinehunddressur.

Leider verrät sie keinem ihr Geheimnis.


Man kann also nur beobachten und dann durch Versuch und Irrtum erschließen
was es genau ist, das den Schweinehund spuren läßt. Manchmal geht es in die
richtige Richtung, manchmal fängt er an sich in seiner Überlegenheit zu
suhlen. Mein Schweinehunddressurakt geht zwar sicher über die Stubenreinheit
hinaus, aber es wäre doch schön, wenn er auch für mich durch brennende Reifen
springen würde. Hat also irgendjemand vielleicht einen Tipp zur Schweinehunddressur für mich?