Familiengedöns

Ich denke, dass es eine Rolle spielt, ob man Geschwister hat oder nicht. Und an
welcher Stelle man in der Geschwisterfolge steht. Natürlich ist diese Idee
nicht neu. Es gibt sogar Untersuchungen darüber, welche Auswirkungen
Geschwister oder keine Geschwister haben, haben. Ich kenne diese Studien
nicht oder nur sehr ungenau. Aber ich glaube, der gesunde Menschenverstand und
eine genaue Beobachtung können einen da auch schon weiter bringen. Ich glaube
zum Beispiel, dass man als jüngstes Geschwister, besonders wenn der
Altersabstand besonders groß ist, irgendwie immer den Wunsch hat mit
irgendetwas als erstes dran zu sein. Irgendeinen Ort als erstes für sich
einzunehmen, etwas als erstes zu lernen, etwas als erstes zu erreichen, in
irgendetwas messbar besser zu sein,… Das ist zunächst mal unerreichbar.
Geschwister die soviel älter sind, können eben schon schreiben und lesen
bevor man selbst daran denkt. Irgendwie sind auch alle Spezialisierungen
schon vergeben. Wenn man dann älter wird, holt man vielleicht etwas auf oder
überholt mit etwas Glück sogar in dem einen oder anderen Gebiet, aber der
Ansporn lässt nie nach. Das Gefühl mehr Gas geben zu müssen, weil man zurück
ist oder langsam wird nicht sehr viel weniger. Das Streben nach der eigenen
Welt und den eigenen Erfolgen sind ein riesen Ansporn. Mich würde nun
interessieren, was die Essenz der anderen Geschwisternpositionen ist bzw. des
Einzelkinddaseins. Nicht das ich nicht längst meine Theorien dazu hätte, aber
es ist doch interessanter zunächst mal Meinungen einzuholen…