FengShui

Ich glaube ja, dass esoterische Theorien durchaus ihre Berechtigung haben. – Fengshui z.B. – Es erscheint mir sehr logisch, dass Ordnung die einen umgibt auch unterstützend für die innere Ordnung ist.

Wenn ich Klarheit brauche, fange ich sehr häufig erstmal mit Aufräumen, Ausmisten und Putzen an. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Reinigung meiner Umgebung dazu führt, dass ich auch innerlich gereinigt bin und wieder klar sehen kann. Sozusagen ein seelisches Fensterputzen durch externe Reinigungsmaßnahmen.

Genauso habe ich nach einem längeren Besuch das Bedürfnis erstmal die „fremden Federn herauszukehren“. In den entsprechenden Theorien wäre dann die Rede von fremde Energien beseitigen, eigene Energien harmonisieren, negative (weil andere) Schwingungen beseitigen. Ich weiß nur, dass ich mich nach diesem Reinigungsritual wohler fühle und erst dann richtig Entspannen kann. Lustigerweise stören mich die „fremden Federn“ solange das fremde Federvieh da ist, überhaupt nicht. Nun ja, es kommt vielleicht auf dasTier an. Prinzipiell mag ich ja Felidae lieber als Aves aber auch da sind mir schon sympathische Exemplare über den Weg gelaufen.

Ob es auch esoterische Theorien darüber gibt, welche Menschen welche Tiere mögen?

Natürliche Enthropie

Wir alle kämpfen täglich gegen die natürliche Enthropie der Welt.

Beständig sind wir dabei Ordnung ins Chaos zu bringen, zu putzen und zu räumen. Manche mehr, manche weniger. Und trotzdem wissen wir, dass wir gegen dieses Naturgesetz keine Chance haben. Wir kämpfen eine verlorene Schlacht. Jeder kennt das Phänomen, wenn man bei sich zu Hause eine gezielte Putz- und Aufräumaktion
gestartet hat, dass der errungene Zwischensieg nicht von Dauer ist, dass
bereits eine Stunde später alles nach einem Neubeginn der Aktion schreit.

Etwas anders verhält es sich in Büros. Dort gibt es „gute Geister“ die einem
helfend zur Seite stehen. Wenn man Glück hat, ist man nicht selbst der
kämpferische gute Geist, sondern derjenige, der vielleicht höchstens ab und
zu mit Verwunderung feststellt, dass sich das Chaos wie von Zauberhand in
Ordnung verwandelt, dreckiges Geschirr wie von selbst in der Spülmaschine
oder sogar sauber im Schrank verschwindet. Die „guten Geister“, die hinter
dieser Aufhebung des kosmischen Strebens nach Unordnung stecken, werden meist
Teamassistenzen, Sekretärinnen, Empfangsassistenzen oder ähnliches genannt.
Und manchmal fluchen sie innerlich über den Kampf gegen die natürliche
Enthropie – sie nennen das dann nur anders. (Ich habe das zu manchen Zeiten „Sales“
genannt – nix für ungut Larry Du bist eine der Ausnahmen…)