Schreibtischtypen

Es gibt ja sehr unterschiedliche Schreibtischtypen.
Da gibt es die einen, die jeden Abend Ihren Schreibtisch hinterlassen als hätten sie nicht vor am nächsten Tag wiederzukommen.

Dann gibt es die Messis, deren Schreibtisch quasi ein schwarzes Loch ist, dass immer mehr Papier anzieht und für immer in der Unauffindbarkeit des Antischreibtischs verschwinden lässt.

Es gibt die Kollegen, die den ganzen Tisch voller Bilder ihrer Lieben haben.

Die, deren Schreibtisch eher von Bilder ihrer selbst gepflastert sind, mit Kollegin A, mit Chef beim Betriebsausflug, mit Kollegin B auf dem Weihnachtsmarkt oder allein im Urlaub.

Und dann gibt es die, deren Tisch voll mit dem klassischen Büroschnickschnack ist. So ist es bei mir.

Da steht die Tasse mit der Bürohexe darauf, die ich vor Jahren von einer lieben Kollegin geschenkt bekommen hat und die mich seither von Büro zu Büro begleitet, da stehen ein paar Give- Aways der jeweiligen Firma. Da hängt der Zettel, der verkündet „Ο πόλεμος κατά της βλακείας τελειώσει. Χάσαμε.“ [Der Krieg gegen die Dummheit ist beendet. Wir haben verloren.] Da liegt oder hängt vielleicht ein kleineres Kunstwerk meiner Kinder. Da liegt mein geballtes Firmenwissen niedergeschrieben in einem Heft oder Ordner. Ein Kalender, eine Telefonliste, ein paar Stifte und ein Block. Etwas chaotisch aber kein schwarzes Loch. Ein bisschen persönlich, aber kein Seelenstriptease. Und mehr oder weniger gleich, egal wo ich arbeite.
Ob der Schreibtisch zu meiner Büropersönlichkeit passt, weiß ich nicht. Man sagt das ja immer über andere. Aber ich bin nicht sicher, ob das wirklich bei allen zutrifft.

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