Anziehung

Es gibt ja viele Theorien, besonders in der jüngsten Zeit, über die Macht der
Gedanken, darüber, dass man mit den richtigen Gedanken Gutes in sein Leben
ziehen kann, immer einen Parkplatz findet, den richtigen Job, die richtigen
Kollegen, die richtigen Menschen… Gleichzeitig heißt es, dass man mit den
falschen Gedanken, weniger Gutes anzieht.

Ich habe die Theorie, dass man mit den richtigen Gedanken auch die falschen Dinge anziehen kann. Vor einigen Monaten hatte ich z.B. vor endlich mal wieder einen Zahnarzttermin zu machen.
Es hat Wochen gedauert, bis ich mich dazu aufgerafft hatte, aber in dieser
Zeit haben mich gleich mehrere Zahnärzte angegraben. (Und wir reden nicht von
einem lustigen Abend nach einer Zahnärztekonferenz oder so, sondern von
unabhängigen Ereignissen).

Daher meine Theorie: Es funktioniert, nur nicht immer ganz so wie geplant. Jetzt suche ich gerade einen Job. Bin gespannt was dabei herauskommt. Vielleicht finde ich jetzt immer einen Parkplatz vor dem Arbeitsamt?

Namen sind Schall und Rauch, oder nicht?


Als ich ein Teenager war – damals als Säbelzahntiger noch eine echte Gefahr darstellten und die Dinosaurier noch lebten – habe ich auch von Zeitzu Zeit den einen oder anderen Abend in Jugendhäusern verbracht. Bei einerdieser Gelegenheiten begegnete mir ein älterer Typ (Damals uralt bestimmt schon 20!!!) der auf die Frage nach seinem Namen nur meinte „Namen sind Schall und Rauch“. Auch ich habe die Klassiker inzwischen zum Teil gelesen und trotz Kenntnis des Ursprungs, teile ich nach wie vor nicht die Meinung dieses Kerls.

Ganz im Gegenteil habe ich die Theorie, das Namen sehr wohl, sehr oft schon einen Anhaltspunkt geben was für einen Menschen man vor sich hat. Damit meine ich nicht die klassischen Clichées wie schwule Detlefs oder weise Sophias. Vielmehr hat man mit bestimmten Namen einfach bestimmte Erfahrungen gemacht und reagiert irgendwann entsprechend. Daher kommt es auch, dass zu manchen Menschen andere Namen viel besser passen als ihre eigenen. Ich habe z.B. eine sehr liebe Bekannte die eine so klassische Caro ist, dass jeder der sie kennenlernt vermutlich Caro eher als Namen akzeptieren würde als ihren richtigen Namen.

Andererseits werde ich z.B. bei Karins unter 40 sehr leicht misstrauisch und glaube, dass Männer die Heidis oder Steffis oder Katjas als Partnerinnen brauchen, eben einen ganz speziellen Typ Frau mögen.

Was mich auch wieder zu den Ausnahmen bringt. Natürlich gibt es auch in dieser Theorie den Raum für Ausnahmen. Eine Bekannte von mir z.B. würde eigentlich in die Steffi Kategorie gehören. Tatsächlich paßt das aber nicht einmal annähernd. Eine erste Erklärung fand ich, als sie mir erklärte, dass sie im Unterschied zu vielen Steffis dieser Welt Wert auf die volle Buchstabenzahl ihres Namens legt. Aber auch das paßte noch nicht ganz ins Bild. Meine Sicht war erst dann wieder gerade gerückt, als sie mir ihren zweiten Namen verriet. Der paßte haargenau.

Sandmänchen und die Wirtschaftskrise


Zurzeit klagen viele Leute um mich herum über Schlafprobleme. Andere fühlen sich wie erschlagen. Manche davon behaupten die Sorgen durch die Wirtschaftskrise rauben ihnen den Schlaf. Ich habe die Theorie, dass es da zwar durchaus mit der Wirtschaftskrise zusammenhängt, aber auf andere Art als die Schlafberaubten das annehmen.

Die Sandmännchen sind einfach von Stellenkürzungen und Sparmaßnahmen ebenso betroffen wie alle anderen auch. Weniger Sandmännchen,weniger Schläfer. Zudem ist Schlafsand sicher teuer. Um da zu sparen geht ein Sandmännchen möglicherweise dazu über den Menschen den Sandsack lieber über denSchädel zu ziehen als ihn zu öffnen und teuren Sand zu verschleudern. Da kann man sich ja nur wie erschlagen fühlen. Möglicherweise ist Schlafsand auch teurer als Blei und es läuft eine Versuchsreihe mit Schlafblei. Leider ist eine gewisse bleierne Müdigkeit da eine logische Folge.

Alles in allem kann man nur hoffen, dass dieWirtschaftskrise nicht noch weitere Kreise zieht. Man stelle sich vor, der Tod würde plötzlich Kurzarbeit machen müssen. Dann hat man erst eine richtige Rentenkrise zu erwarten.

Manchmal habe ich auch den Verdacht Amor hätte Insolvenz angemeldet aber da werde ich gerade jetzt im Frühling, am Beispiel vieler lieber Menschen um mich herum eines besseren belehrt. Das ist mal einUnternehmen wo die Auftragslage so gut ist, dass die Lieferzeiten einfach manchmal ziemlich lang sind, manche Bestellungen durchrutschen und es für einige Produkte eben einfach Lieferschwierigkeiten gibt. Bei einem solchen Monopol werden die Kunden immer trotzdem erhalten bleiben.

Wie alles begann…

Es heißt ja manchmal so im Esobereich, dass man Kontakt zum Kind in sich aufnehmen soll. Dabei haben wir das alle. Man behält immer dieselben Strukturen und Spielchen bei, man spielt immer wieder dieselben Rollen die einem auch schon im Kindergarten zu Verfügung standen. Das tolle ist nur, irgendwann begreift man, dass man diese Rollen wechseln kann. Zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Ich habe also die Theorie, dass auch Erwachsene, die wieder in die Schule gehen nach denselben Regeln spielen wie Kinder.  Da gibt es Cliquen, die Coolen, die Streber, die Einzelgänger (freiwillig oder unfreiwillig) die Faulen die versuchen mit Humor durchzukommen, die echten Clowns, die Guten, die Schlechten, die Alphatiere …und das führt uns dann schon zur Biologie. Es gibt verschiedene Überlebensstrategien in einer Klasse. Nicht jeder ist zum Alphatier geboren, nicht jeder ist einfach gut in dem was er lernt. Und da zeigt sich der ganze Kosmos der Überlebensstrategien.

Da ich selber in Schulzeiten meistens die Rolle des Hofnarren inne hatte, ist es an der Zeit eine andere Rolle auszuprobieren. Denn wie gesagt man kann ja wechseln.

Ich mache gerade eine Weiterbildung und diesmal wollte ich der Streber sein. Einfach mal sehen wie das ist. Freunde habe ich ja genug außerhalb also muss ich nicht wie früher Angst haben als Streber allein dazustehen. Zudem habe ich inzwischen begriffen, dass Streber zwar vielleicht nicht zu den Coolen gehört haben in der Schulzeit aber auch nie allein waren. Das hat vielleicht nur so gewirkt weil sie eben in der Lage waren sich einfach auf den Stoff zu konzentrieren ohne die ganze Zeit zu schwätzen ;-).

Leider ist das Experiment Streber so eine Sache…Ich habe schnell bemerkt, dass es relativ einfach ist ein wenig streberhaft zu wirken. Ein echter Streber zu sein hingegen ein Ding der Unmöglichkeit für mich.