Wecker aus der Hölle

Es gibt ja sehr unterschiedliche Methoden morgens aufzuwachen.
Jeder hat da – genau wie beim Einschlafen – seine eigenen Mittel und Wege. Wenn man dann irgendwann den Alltag konsolidiert und zusammen zieht, müssen diese Methoden entweder in Einklang gebracht werden oder neue Wege gefunden und beschritten werden.

Mein Objekt der Begierde lies sich früher grundsätzlich vom Handywecker wecken – mit Snooze-Funktion.
Ich war den größten Teil meines Lebens ein Benutzer klassischer Wecker, und das Handy war für mich nur eine Notlösung.
Die Snooze-Funktion ist dabei eine schöne Sache, aber auch gefährlich. Abgesehen davon war ich durch den ungewohnten Handywecker zu Beginn unseres konsolidierten Alltags einfach früher wach, obwohl ich länger hätte schlafen können.


Irgendwann schenkte ich dem Objekt meiner Begierde zu irgendeinem günstigen Anlass, Weihnachten oder so einen sanften Tageslichtwecker.
Mit dieser Lösung waren wir beide sehr zufrieden, bis der Nachwuchs sein Bett in unseres verlegte und unsere Aufstehzeiten wieder stärker voneinander abwichen.
Muss ich früher aufstehen, werde ich also nun von Vibrationen am Handgelenk geweckt. Die stören außer mich niemanden.
Stehen wir gemeinsam auf, weckt uns der Tageslichtwecker.
So haben wir unsere Lösungen gefunden.
Alles wunderbar.
Meistens.
Denn wenn man gern mit offenem Fenster schläft, kann man auch von Geräuschen von draußen geweckt werden.
Wie z.B. heute durch ein lautes, aus der Tiefe kommendes Rotzen und ausspucken auf der Straße.

Ein Tag, der mit einem solchen Geräusch anfängt, kann nur sehr speziell werden.

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