Wie alles begann…

Es heißt ja manchmal so im Esobereich, dass man Kontakt zum Kind in sich aufnehmen soll. Dabei haben wir das alle. Man behält immer dieselben Strukturen und Spielchen bei, man spielt immer wieder dieselben Rollen die einem auch schon im Kindergarten zu Verfügung standen. Das tolle ist nur, irgendwann begreift man, dass man diese Rollen wechseln kann. Zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Ich habe also die Theorie, dass auch Erwachsene, die wieder in die Schule gehen nach denselben Regeln spielen wie Kinder.  Da gibt es Cliquen, die Coolen, die Streber, die Einzelgänger (freiwillig oder unfreiwillig) die Faulen die versuchen mit Humor durchzukommen, die echten Clowns, die Guten, die Schlechten, die Alphatiere …und das führt uns dann schon zur Biologie. Es gibt verschiedene Überlebensstrategien in einer Klasse. Nicht jeder ist zum Alphatier geboren, nicht jeder ist einfach gut in dem was er lernt. Und da zeigt sich der ganze Kosmos der Überlebensstrategien.

Da ich selber in Schulzeiten meistens die Rolle des Hofnarren inne hatte, ist es an der Zeit eine andere Rolle auszuprobieren. Denn wie gesagt man kann ja wechseln.

Ich mache gerade eine Weiterbildung und diesmal wollte ich der Streber sein. Einfach mal sehen wie das ist. Freunde habe ich ja genug außerhalb also muss ich nicht wie früher Angst haben als Streber allein dazustehen. Zudem habe ich inzwischen begriffen, dass Streber zwar vielleicht nicht zu den Coolen gehört haben in der Schulzeit aber auch nie allein waren. Das hat vielleicht nur so gewirkt weil sie eben in der Lage waren sich einfach auf den Stoff zu konzentrieren ohne die ganze Zeit zu schwätzen ;-).

Leider ist das Experiment Streber so eine Sache…Ich habe schnell bemerkt, dass es relativ einfach ist ein wenig streberhaft zu wirken. Ein echter Streber zu sein hingegen ein Ding der Unmöglichkeit für mich.

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